Ganztag

Der Tag hat mehr
als Unterricht

Lernzeit, Kurse, Mittagsband und offene Angebote — von Klasse 1 bis 10, getragen von Schule, ITBL und mehr als zwanzig Partnern.

Zwei Stufen, ein Ganztag

Ganztag heißt bei uns zweierlei

Die Grund- und Gesamtschule Lehnin ist eine Ganztagsschule mit verlässlicher Halbtagsbetreuung im Primarbereich und umfassenden Ganztagsangeboten in der Sekundarstufe I. Was das für Ihr Kind bedeutet, hängt von der Klassenstufe ab.

Klasse 1 bis 6

Verlässlich, mit der ITBL im Tandem

Von Montag bis Freitag sind sechs Zeitstunden für alle Kinder gesichert. Die Erzieherinnen und Erzieher der Integrierten Tagesbetreuung Lehnin sind fest in den Unterrichtsalltag eingebunden — in der Lernzeit, als Unterrichtsbegleitung und mit eigenen Kursen. Vor 7.25 Uhr und nach 13.45 Uhr betreut die ITBL auf Grundlage eines Vertrags mit der Gemeinde.

Klasse 7 bis 10

Gebundener Ganztag für alle

In der Sekundarstufe I gehört der Ganztag zum Stundenplan: drei verbindliche Ganztagsstunden pro Woche, dazu Arbeitsstunde, Ganztagskurse und Methodentraining im wöchentlichen Wechsel. Die Angebote enden spätestens 15.15 Uhr, damit die Busse erreichbar bleiben.

6

Zeitstunden sind in der Primarstufe täglich verlässlich abgedeckt

3

verbindliche Ganztagsstunden je Woche in der Sekundarstufe I

11

Erzieher:innen und Erzieher der ITBL sind in den Ganztag eingebunden

18

Kinder umfasst ein Kurs im Wahlpflichtangebot höchstens

Warum Ganztag?

Fünf Ziele, die der Ganztag einlösen soll

Die Ziele gibt die Verwaltungsvorschrift des Landes über Ganztagsangebote vor. Unser Ganztagskonzept füllt sie für den Schulcampus Lehnin aus.

  1. Vertiefte individuelle Förderung

    Lernzeiten, Förderkurse und projektorientierte Angebote helfen, Lücken zu schließen und Begabungen zu stärken. Alle Kinder werden dabei von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen sowie den Fachkräften der Schulsozialarbeit unterstützt — unabhängig davon, ob die Förderung dauerhaft nötig ist oder nur für eine Weile.

  2. Schule als Lern- und Lebensort

    Im rhythmisierten Tag wechseln sich Lernphasen mit kreativen, sportlichen und sozialen Aktivitäten ab. So entsteht Zeit für Beziehungen — und eine Schule, die man mitgestalten kann, statt sie nur zu besuchen.

  3. Attraktive Freizeitangebote

    Die Schülerinnen und Schüler schlagen selbst vor, welche Kurse sie sich wünschen. Sport, Musik, Theater, Kunst, Medien oder Handwerk — auch für Kinder, denen solche Angebote sonst nicht offenstehen.

  4. Kooperation mit außerschulischen Partnern

    Vereine, Verbände und Einrichtungen aus der Gemeinde bringen Angebote in die Schule, die sie allein nicht stemmen könnte — und öffnen den Lernort über den Klassenraum hinaus.

  5. Vereinbarkeit von Familie und Beruf


    Verlässliche Zeiten geben Familien Planungssicherheit. Aufgaben, Förderung und Freizeit finden unter einem Dach statt, statt nach Feierabend organisiert werden zu müssen.

Der Tagesrhythmus

Ein Tag in Blöcken statt Stunden

Das große Einzugsgebiet von rund 60 Ortschaften und die Busanbindung haben den Takt geprägt: Doppelblöcke statt Einzelstunden, ein festes Frühstücks- und ein langes Mittagsband — und keine achte Stunde für alle.

BausteinFlex, 1 – 2Klasse 3 – 4Klasse 5 – 6Klasse 7 – 10
Frühbetreuung durch die ITBL6.00 – 7.256.00 – 7.256.00 – 7.25
Offener Beginn7.25 – 7.557.25 – 7.557.25 – 7.557.25 – 7.55
1. Block7.55 – 9.257.55 – 9.257.55 – 9.257.55 – 9.25
Frühstücksband9.25 – 9.459.25 – 9.459.25 – 9.459.25 – 9.45
3. Stunde9.45 – 10.309.45 – 10.309.45 – 10.309.45 – 10.30
2. Block10.40 – 11.2510.40 – 12.1010.40 – 12.1010.40 – 12.10
Mittagsband mit Essen und offenen Angeboten11.25 – 13.0012.10 – 13.0012.10 – 13.0012.10 – 13.00
Lernzeit, Erzieherzeit oder 3. Block13.00 – 13.4513.00 – 13.4513.00 – 14.3013.00 – 14.30
Betreuung durch die ITBL13.45 – 14.1513.45 – 14.15
Ganztagskurse und offene Angebote14.15 – 15.1514.15 – 15.1514.15 – 15.1514.15 – 15.15
Spätbetreuung durch die ITBL15.15 – 17.3015.15 – 17.3015.15 – 17.30

Was im Tag steckt

In der Primarstufe begleiten die Bezugserzieherinnen und Bezugserzieher der ITBL den Vormittag stundenweise mit. In der flexiblen Eingangsphase und den Klassen 1 bis 4 stehen dafür je zwei Unterrichtsbegleitungen zur Verfügung; dazu kommt die Erzieherzeit, die ausschließlich die Bezugserzieherinnen und Bezugserzieher gestalten.
In der Sekundarstufe I ist die Arbeitsstunde für alle Klassen eines Jahrgangs zur gleichen Zeit gelegt. Das schafft nebenbei ein Fenster für Absprachen im Jahrgangsteam und für Informationen, die alle gleichzeitig erreichen.

Die drei Säulen

Pflicht, Wahlpflicht und freie Wahl

Der Ganztag ruht auf drei Säulen. Sie gelten in beiden Stufen, füllen sich aber unterschiedlich.

SäuleKlasse 1 bis 6Klasse 7 bis 10
PflichtangebotLernzeit im Klassenverband, durchgeführt in Doppelsteckung von Lehrkraft und Erzieherin beziehungsweise Erzieher. Ab Klasse 3 findet hier auch der Klassenrat statt.Arbeitsstunde als individuelle Lernzeit, betreut durch die Klassenleitungen — mit Raum für Lernentwicklungsgespräche.
WahlpflichtangebotGanztagskurse von Montag bis Donnerstag, 14.15 bis 15.15 Uhr. Die Anwahl läuft über einen Kurszettel zu Schuljahresbeginn, gewechselt wird nach einem halben oder einem ganzen Jahr.Ganztagskurs und Methodentraining im wöchentlichen Wechsel, jeweils 90 Minuten. Je rund 15 Wochen im Schuljahr, höchstens 18 Kinder pro Kurs.
Frei wählbare AngeboteOffener Beginn ab 7.25 Uhr, Angebote im Mittagsband und Ferienangebote des Jugendcentrums. Gestaltet von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern, der Schulsozialarbeit und externen Partnern.

Methodentraining und Zertifikat

Im Methodentraining arbeiten die Jugendlichen der Sekundarstufe I an Basis- und Schlüsselkompetenzen: je Jahrgangsstufe drei Module zu je fünf Wochen, selbstorganisiert und in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit.
Nach jedem Modul steht ein Leistungsnachweis. Die Kompetenzentwicklung wird mit einem schulinternen Zertifikat bestätigt, das im Berufswahlpass abgelegt und späteren Bewerbungen beigelegt werden kann.

  • Fachliche Förderung
  • Bewegung und Entspannung
  • Kreativität und Handwerk
  • Geselligkeit
  • Kunst und Kultur
  • Natur und Wissenschaft
  • Lebensweltbezug

Partner

Der Ganztag lebt von denen, die mitmachen

Vereine, Einrichtungen und Ehrenamtliche aus der Gemeinde bringen Angebote in die Schule. Die Kurse stellen sich über Aushänge in den Häusern und über die Website vor.

PartnerAngebot
Integrierte Tagesbetreuung LehninOffene Angebote und gemeinsame Kurse
Gemeindebibliothek LehninLeseangebote
DLRGAG Schulsanitätsdienst, Erste-Hilfe-Kurs
Jugendcentrum LehninSchülerfirma, Ferienangebote
SV Kloster LehninSportwettbewerbe in verschiedenen Sportarten
St. Marien KlosterkirchengemeindeKinderkirche
Ehrenamtliche aus der GemeindeTanzen, Sticken, Flöte, Fußball

Weitere Partner des ganztägigen Lernens

  • Gemeinde Kloster Lehnin als Schulträger
  • Landkreis Potsdam-Mittelmark
  • Kreissportbund
  • Förderverein Schulcampus Lehnin e. V.
  • Kitas in Lehnin, Grebs, Netzen, Reckahn, Göhlsdorf und Damsdorf
  • Feuerwehr der Gemeinde
  • Försterei
  • Busbetriebe Behrendt und Buteo
  • MenüPartner für Cafeteria und Mensa
  • Polizeipräsidium Potsdam
  • Jugendamt
  • Schulpsychologische Beratungsstelle
  • Lichtblick e. V.
  • Lehniner Karnevalsverein
  • Lietzmann Pflege- und Betreuungsdienst
  • Unfallkasse Brandenburg

Sie möchten einen Kurs anbieten?

Für die Akquise der Kurse ist die Ganztagskoordination zuständig. Wer aus einem Verein, einem Betrieb oder als Privatperson ein Angebot einbringen möchte, meldet sich im Sekretariat — auch Honorarverträge sind möglich.

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